Sportförderunterricht

 

„Warum soll denn mein Kind am Sportförderunterricht teilnehmen? Es spielt doch aber gut Fußball im Verein!“

So oder ähnlich könnte eine Anfrage von Eltern aussehen, wenn sie die Information erhalten, dass ihr Sohn oder ihre Tochter für den Sportförderunterricht ausgewählt wurde.

Zentrales Anliegen des Sportförderunterrichts ist jedoch eine ganzheitliche Entwicklungsförderung durch Bewegung.

Ein Schwerpunkt, besonders im 1. Schuljahr, liegt im Bereich der Wahrnehmungs-schulung, da Wahrnehmungsschwächen sich häufig auch auf das schulische Lernen auswirken. Weiterhin zielt der Sportförderunterricht darauf ab, die individuelle koordinative und konditionelle Leistungsfähigkeit zu verbessern. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei auch, soziale Beziehungen einzugehen und wichtige Sozialkompetenzen zu üben. Im Mittelpunkt steht aber immer der Spaß an der Bewegung und am sportlichen Erleben.

 

Wer sollte am Sportförderunterricht teilnehmen?

 

Kinder mit:

  • Wahrnehmungsschwächen
  • eingeschränkter motorischer Leistungsfähigkeit
  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitsproblemen
  • Verhaltensweisen wie Ängstlichkeit, Gehemmtheit
  • Verhaltensweisen wie motorische Unruhe und Aggressivität
  • Übergewicht
  • geringer Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft

 

Der Sportförderunterricht wird in einer Gruppe mit ca. 8-15 Kindern als zusätzliche Sportstunde erteilt. Nach einer Beobachtungsphase mit den Sportlehrkräften und den Klassenlehrer/n/innen werden unter Einbeziehung der schulärztlichen Stellungnahmen die förderbedürftigen Kinder durch die Sportförderkraft ausgewählt.

 

Die Teilnahme am Sportförderunterricht setzt das schriftliche Einverständnis der Erziehungsberechtigten voraus und ist verbindlich. Aus pädagogischen Gründen sollte sich die Teilnahme mindestens über ein Schuljahr erstrecken.

( Kathrin Bornschein )